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Newsletter des bbk berlin zur Kenntnis:

„Rekordverdächtige Steigerung des Kulturhaushalts?“

Bitte nüchtern bleiben!
Eckdaten zur Planung des Landeshaushalts

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

kürzlich hat der Senat erste allgemeine Informationen über seine Planungen für die Landeshaushalte der Jahre 2016 und 2017 veröffentlicht.
Dazu gehören auch erste Angaben über geplante Ausgaben für Kunst und Kultur.

Für Bildende Künstlerinnen und Künstler von besonderem Interesse:

Das Atelierprogramm bleibt wohl erhalten, die Kulturverwaltung wollte es ursprünglich ja aufheben. Es ist jedoch unklar, ob die Kulturverwaltung seine Erweiterung und Aufstockung beabsichtigt. Zwar ist in den Eckdaten des Senates eine Summe von 3,6 Mio. Euro für eine Verbesserung der Arbeitsraumsituation der „Freien Szene“ genannt. Was die Verwaltung darunter versteht, ob damit spartenspezifisch bedarfsgerecht zügig Angebote erweitert und neu geschaffen werden können, bleibt offen.

Die Zielgröße von 2.000 neuen Ateliers bis 2021, wie im Masterplan des Atelierbeauftragten benannt, findet sich nicht.

Die Forderung des bbk berlin (und der Koalition der Freien Szene Berlin) nach der Einrichtung eines neuen und neuartigen Programmes für 350 Zeitstipendien für Bildende Künstlerinnen und Künstler bleibt unberücksichtigt. Im Rahmen einen allgemeinen Ausgabenerhöhung für Stipendien plant die Verwaltung eine moderate Erhöhung der Zahl ihrer

Arbeitsstipendien – zur Zeit 15 jährlich – und vor allem eine Erhöhung des einzelnen Stipendienbetrages, der den Ausgewählten künftig zufließen soll.
Ausstellungshonorare sind auch in den Eckdaten ausdrücklich genannt; hier wird es auf die Konkretisierung ankommen.

In den Erklärungen der Kulturverwaltung zu den Haushaltsplanungen und der medialen Reaktion darauf ist allgemein von einer Stärkung der „Freien Szene“ im Rahmen der Haushaltsplanungen die Rede. Die Koalition der Freien Szene Berlin, in der der bbk berlin mitarbeitet, hat 2013 „10 Punkte für eine neue Förderpolitik“ mit einen dafür nötigen Finanzvolumen von 18,6 Mio. Euro jährlich benannt, die für die Freie Szene insgesamt vorrangig sind.

Diese bleiben in den aktuellen Haushaltsplanungen größtenteils unberücksichtigt. Außer den Zeitstipendien/ Verbesserung der Produktionsbedingungen für Bildende Künstlerinnen und Künstler fehlen, um die wichtigsten zu nennen:

die Einrichtung eines spartenübergreifenden Forschungs- und Recherchefonds (1 Mio. Euro) ganz;

die Schaffung und Förderung von Orten mit eigenen Produktionsetats für die Freie Szene/interdisziplinäre Ankerpositionen (4,5 Mio. Euro) nahezu ganz, beabsichtigt ist von der Verwaltung nur eine erhebliche Förderungsverbesserung für das HAU (allein 1,5 Mio. Euro) und eine Vermehrung der Preisgelder für Projekträume;

die Gewährleistung von Honoraruntergrenzen/ Projektförderung Freie Musikszene (1,5 Mio. Euro) in dieser Form ganz; Ähnliches gilt für die freie Literaturszene (1 Mio. Euro), die jedoch (in allerdings weit geringerem Umfang und ohne Gewährleistung von Mindesthonoraren) von einer erweiterten Stipendienförderung profitieren sollen;

eine Verbesserung der bezirklichen Kulturförderung (1 Mio. Euro).

Tatsächlich aufgegriffen aus dem Forderungs- und Prioritätenkatalog der Koalition der Freien Szene werden die Forderungen nach Ausstellungshonoraren und Mindestgagen im Darstellenden Bereich, dort allerdings mit nur 1 Mio. Euro anstatt der von der Koalition für erforderlich gehaltenen 4 Mio. Euro zusätzlich.

In diesen Planungen sind mögliche künftige Einnahmen aus der sogenannten „City Tax“ nicht berücksichtigt. Auf sie wird es zur Finanzierung der wesentlichen Projekte, so vor allem der Zeitstipendien, jetzt ankommen.

Herbert Mondry
Vorsitzender des bbk berlin

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Umfrage zum Kultur- und Kreativwirtschaftsindex 2015

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

der bbk berlin macht Sie auf die Umfrage zum Kultur- und Kreativwirtschaftsindex 2015 aufmerksam. Zur Teilnahme sind auch Bildende Künstlerinnen und Künstler aufgerufen. Die Verquickung von Kreativwirtschaft und Kunst in derartigen Umfragen ist grundsätzlich kritisch zu bewerten.
Eine Beteiligung kann aber dennoch aus pragmatischen Gründen richtig sein, da diese Umfrage Grundlage politischer Entscheidungen ist und die Stimmen der Bildenden Künstlerinnen und Künstler nicht fehlen sollten.

mit freundlichen Grüßen
bbk berlin

>> Hier geht es zur Umfrage oder bitte kopieren und in die Browserleiste einsetzen: http://survey.house-of-research.de/index.php/survey/index/sid/772673/lang/de/F0/b02

Gerne darf der Link auch an Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen weitergegeben oder in Netzwerken geteilt werden. Je mehr Befragte an der Studie teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse!

j.herfert@house-of-research.de
http://www.house-of-research.de
http://www.facebook.com/houseofresearch
Der Kultur- und Kreativwirtschaftsindex ist eine Studie im Auftrag von:

bbk berlin e.V. – berufsverband bildender künstler berlin
Köthener Str. 44 | 10963 Berlin | Tel. 030 – 230 899 – 0

newsletter@bbk-berlin.de
http://www.bbk-berlin.de

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